Kriterien fr die Rckfhrung von Pflegekindern
1. Situationsanalyse
Pflegefamilie - Pflege-Kind - Herkunftsfamilie
Kontakt zu den Kindeseltern wurde erhalten und gefrdert
z.B. 1-jhriges Kind
sieht die Kindesmutter mehrmals in der Woche und die Dauer der Platzierung
betrug Jahr
Gute Beziehung des Kindes zu den Herkunftseltern durch die Erlaubnis, in der Pflegefamilie sein zu drfen
Herkunftsfamilie
Stabilisiertes Kindesfamilien-Verhltnis
Helfersystem
Planung und Realitt bei Platzierungsbeginn stimmte berein
Pflegefamilie - Pflegekind - Herkunftsfamilie - Helfersystem
Angst vor den Kindeseltern
Herkunftsfamilie - Helfersystem
Keine Abklrung ber die familire Situation in der Herkunftsfamilie
Keine Nachbetreuung der Kindeseltern
Im Hinblick auf eine Langzeitplatzierung keine Begleitung der Kindeseltern hin zu einer Bejahung der Platzierung
Pflegekind - Helfersystem
Bindung an die Pflegeeltern nicht gengend beachtet
Das Kindesalter nicht in Beziehung zur Platzierungsdauer gesetzt: Lebensmittelpunkt
Vorgeschichte nicht bercksichtigt: Blutsbande ><Kindesmisshandlung
Keine Informationen ber Art und Umfang der Kindesmisshandlungen eingeholt/erhalten
Nicht abgeklrte Vermutungen
Wille des Kindes wurde nicht erfragt: Art und Weise einer Kindesanhrung ist nicht bekannt
Keine Abklrung der konkreten Erfahrungen des Kindes in der Herkunftsfamilie (z.B. whrend den Besuchswochenenden: wie gestalteten die Kindeseltern die Beziehungsarbeit? TV-Video-Konsum contra gemeinsame Unternehmungen): Intensitt und Qualitt
Helfersystem
Sparen als hintergrndige berlegung fr die Rckplatzierung
Herkunftsfamilie - Helfersystem
Entwicklung der Kindeseltern ist nicht absehbar, Prognosen durch das Helfersystem schwer zu erstellen
Forschung im Privatraum Familie erschwert bis unmglich
Welcher Zeitrahmen wird bentigt zur “massiven Beobachtung“ (vgl. Fahrausweis in Deutschland) drei Jahre? fnf Jahre?
Behrdenentscheid „Kinderschutzmassnahme“ >< Wille der Kindeseltern
Pflegekind - Herkunftsfamilie - Helfersystem
“Klrungen der entstandenen neuen Bindungen“ contra “Entwicklung des Herkunftfamiliensystems“
Pflegekind - Helfersystem
Kinderwille contra Fachwissen (Ich will zu Mama/Papa ><das Kind ist gefhrdet)
Wieviel Verantwortung soll ein Kind tragen? (Wenn du braver/anstndiger/lieber wrst, dann wren deine Eltern nicht berfordert)
Helfersystem
Klarheit beim Entscheid der Indikation zur “Platzierung in eine Pflegefamilie“
Klare Indikation fr die Platzierung in eine Pflegefamilie:
Beratung
Ambulante Hilfe
Klare Indikation Sozialpdagogische Betreuung
Heim
Stationre Hilfe Langzeit
Pflegefamilie
Kurzzeit
Pflegefamilie - Pflege-Kind - Kindesfamilie - Helfersystem
Bei Ziel Kurzzeitplatzierung mit Rckfhrung, intensiver Einbezug der Kindeseltern
Keine Versuchsphasen
Pflegekind - Helfersystem
Zeitdauer der Platzierung
Jugendliche: Rckfhrung mglich, aber mit „meiner ganzen Geschichte“
Begutachtung muss die Bindungstheorie gewichten
Rckfhrung ist nicht die wichtigste Option
Kindeswohl darf nicht gegen Sparbemhungen stehen
Kindeseltern - Helfersystem - (Kind)
Wertschtzung ist nicht gleich “nett sein“ sondern Offenheit
Helfersystem
Sozialarbeit muss lernen, Position zu ergreifen (vor Gericht, vor Gutachtern)
Fachliche Begrndung des Kindeswohls
fr die Kindeseltern
Trennung der Zustndigkeiten
fr das Pflegekind
Klarheit ber meine Verantwortung als Entscheider/in
Allenfalls gerichtliche bertragung des Sorgerechtes an die Pflegeeltern (mglich in Tirol)
3. Fazit und damit verbunden Forderungen
Soll eine Rckfhrung erfolgreich verlaufen mssen folgende Kriterien an erster Stelle bercksichtigt werden:
Die ursprnglichen Bindungen zu den Kindeseltern mssen whrend der Dauer der Platzierung erhalten und gefrdert werden
Die Dauer einer Platzierung in eine Pflegefamilie soll ein bestimmtes Mass nicht berschreiten. Dieses Mass ist dem Alter des Kindes entsprechend zu definieren.