Qualittsentwicklung im Adoptionswesen

 

Inhaltsverzeichnis:

 

Einleitung___________________________________________________________

bertragung industrieller Konzepte der Qualitt in den Sozialbereich__________

   Problematisches_____________________________________________________

   Positive Anstsse___________________________________________________

   Bereits Vorhandenes_________________________________________________

Spezifische Qualittsfragen im Bereich der Adoption_____________________

   Das sprachlose Kind_________________________________________________

   Die Familie als Leistungstrger________________________________________

   Die lange Prozessdauer_______________________________________________

   Komplexe Leistungserbringung________________________________________

   Interkulturalitt und Internationalitt____________________________________

Anspruchsgruppen im Adoptionswesen___________________________________

Quellen fr Werte und Normen__________________________________________

Bestehende und potentielle Trger der Qualittsentwicklung im schweizerischen Adoptionswesen

   Behrden__________________________________________________________

   Private Koordinationsanstze__________________________________________

Perspektiven der Qualittsdiskussion im Adoptionswesen____________________

   Qualittssicherung___________________________________________________

   Qualittsevaluation__________________________________________________

   Qualittsentwicklung_________________________________________________

   Institutionelle Perspektiven___________________________________________
       Eidgenssische Fachkommission fr Adoptionsfragen________________________________
       Interkantonale Fachstelle(n) fr Adoption__________________________________________
       Fachkonferenzen____________________________________________________________

    Anhang___________________________________________________________
     
Tabelle: Anspruchsgruppen, ihre Organisationen und ihre Interessen_____________________
       Literatur zur Qualittsentwicklung und -sicherung___________________________________

 

Verfasser: Peter Keimer, Schweizerische Fachstelle fr Adoption, Mrz 2000
Hofwiesenstrasse 3, Postfach, 8042 Zrich, 00 41 1 360 80 90, e-mail:

diskutiert, bereinigt und verabschiedet an der Sitzung vom 9. Mai 2000
der Fachkommission der Schweizerischen Fachstelle fr Adoption

 


Einleitung

Das vorliegende Diskussions- und Arbeitspapier ist im Zusammenhang mit dem Fachkongress zum Thema "Qualittsentwicklung im Pflegekinder- und Adoptionswesen" , dem vom 2. bis 4. November 2000 in Zrich durchgefhrt wird, entstanden. Es soll dazu beitragen, dass die Referate und die Beitrge in den Workshops auf das zentrale Thema "Qualitt" ausgerichtet sind. Zu diesem Zweck wird es in der Vorbereitungsphase an alle ReferentInnen, ModeratorInnen und LeiterInnen der Workshops versandt. Noch nicht entschieden ist, ob das Arbeitspapier auch den Kongressunterlagen der TeilnehmerInnen beigelegt wird.

Die Vorbereitungsgruppe ist sehr interessiert an Rckmeldungen, Anmerkungen, Przisierungen und Korrekturen zu diesem Arbeitspapier und ldt alle LeserInnen zu einer Stellungnahme ein. Sie hofft, damit einen Beitrag zu einer vertieften Qualittsdiskussion im Adoptionswesen zu leisten.

 

 

bertragung industrieller Qualittskonzepte in den
Sozialbereich

Seit mehr als 10 Jahren werden industrielle Konzepte der Qualittssicherung und Qualittsentwicklung in die Verwaltungen und in das Sozial-, Gesundheits- und Bildungswesen bertragen. Dieser Prozess wird untersttzt durch die Verwaltungsreform, die unter der Bezeichnung NPM New Public Management bekannt geworden ist. Diese bertragung eines Konzepts, das in einer andern Branche entstanden ist, wirft einige Probleme auf, gibt aber andererseits wertvolle Anstsse.

Die Qualittsdefinition, wie sie der ISO Norm 9000ff.[1] zugrunde liegt, liest sich sehr abstrakt und kann nicht ohne weiteres in den Sozialbereich bertragen werden:

Gesamtheit vom Merkmalen (und Merkmalswerten) einer Einheit bezglich ihrer Eignung, festgelegte und vorausgesetzte Erfordernisse zu erfllen.

 

 

Problematisches

a)         die enge Verknpfung des Qualittsbegriffs mit dem Konzept des Marktes und der Kundenorientierung. Qualitt ist in diesem Verstndnis das, was der Kunde von einer Ware oder Dienstleistung erwartet. Der Markt reguliert das Verhltnis zwischen Angebot und Nachfrage ber Qualitt und Preis. Im Sozial- Gesundheits- und Bildungswesen und in der ffentlichen Verwaltung sind nur ein Teil der produzierten Gter marktfhige Gter, fr die dieser Qualittsbegriff bernommen werden kann. Ein wichtiger Teil der produzierten Gter sind nicht-marktfhige kollektive Leistungen (meteorische Gter), fr die kein Markt besteht, nicht bestehen kann, weil sie der ganzen Bevlkerung zugute kommen. Beispiele dafr sind: saubere Luft, ffentliche Sicherheit, ffentliche Wohlfahrt. Ebenso greift die Vorstellung eines Kunden, der fr ein bestimmtes Gut einen Preis bezahlt, zu kurz. Hufig sind an einer Leistung mehrere Leistungsempfnger beteiligt und/oder interessiert. Zum Beispiel dient die Jugendsozialarbeit zwar in erster Linie dem Jugendlichen, aber auch seinen Eltern und unter dem Aspekt der Prvention auch der ffentlichkeit. Besser ist es deshalb statt Kunden Anspruchsgruppen zu definieren. Typischerweise sind im Sozial- Gesundheits- und Bildungswesen und in der ffentlichen Verwaltung an einer Leistung meist mehrere Anspruchsgruppen interessiert.

b) die Qualifizierung der Leistungen. Bereits in der Privatwirtschaft zeigt sich dieses Problem im bergang von industriellen Gtern in den Dienstleistungsbereich. Qualitt bei Massenprodukten kann relativ einfach mit physikalischen Messgrssen definiert und getestet werden (Konzentration, Bruchfestigkeit, Lichtechtheit, etc.). Im Dienstleistungsbereich besteht ein doppeltes Problem: Das Wesentliche ist oft nicht mess- oder zhlbar (z.B. bei der Leistung eines Coiffeurs).Zudem muss der Kunde sich an der Dienstleistung beteiligen und beeinflusst damit die Qualitt des Ergebnisses (Ohne die aktive Beteiligung der Kundin geht die Beratung im Reisebro voraussichtlich schief). hnliche Probleme gibt es auch im Gesundheits- und Sozialbereich: Messbar sind oft nur Nebenaspekte der Hauptleistung. Damit liegt die Versuchung nahe, das zu messen, was man messen kann (Personalschlssel, Aufenthaltsdauer in Tagen), sich damit zufrieden zu geben und die wesentlichen Qualitten der Kernleistung (Heilung, Erziehung, Betreuung) auszublenden.

 

 

Positive Anstsse

Aus der Qualittsdiskussion, die in den Not-for-Profit-Bereich getragen worden ist, sind aber auch eine ganze Anzahl von positiven Anstssen hervorgegangen, die der Weiterentwicklung dienten:

a)         Qualittsmanagement ist Fhrungsaufgabe und muss die ganze Organisation durchdringen (Total Quality Management).

b)         Alle Dimensionen der Qualitt sind gleich wichtig: Struktur, Prozess und Ergebnis. Im Sozialbereich wird traditionellerweise die prozessuale Dimension berbetont und die strukturelle vernachlssigt.

c)         Qualittsentwicklung wird als Regelkreis verstanden: Abweichungen von Qualittsstandards oder Untererfllung von Qualittszielen mssen korrigierende Massnahmen auslsen.

d)         Die manchmal etwas rigide Struktur der Indikatoren, Kriterien und Standards zwingt die sozial Ttigen, ihre Arbeit systematisch darzustellen, zu gliedern und zu evaluieren.

 

 

Bereits Vorhandenes

Es ist nun aber nicht so, dass vor der Aufnahme der Qualittsdiskussion im Sozialbereich, die eigenen Leistungen nicht kritisch bewertet worden wren. Es sind vor allem drei unterschiedliche Traditionen, auf denen die Qualittsentwicklung im Sozialbereich aufbauen kann:

Supervision (Belardi 1996, Schreygg 1992, 1996)ist ein verbreitetes Instrument der Reflexion und Kontrolle der Arbeit an und mit Klienten. Der Beratungsprozess ist Gegenstand der kritischen Beurteilung durch die Berufsangehrigen selbst, durch den Supervisor und im Falle der Gruppensupervision durch einige BerufskollegInnen. Gruppensupervision hat daher viele hnlichkeiten mit einem Qualitts-Audit oder mit einem Qualittszirkel.

In praktisch allen Berufen des Sozial- und Gesundheitswesens gibt es elaborierte Berufsethiken und eine lebendige Diskussion zu berufsethischen Themen. Berufsethiken definieren unter anderem Minimalstandards der Beratung oder Behandlung. Sie sind, zusammen mit den Sanktionsinstanzen, Instrumente der Qualittssicherung.

Schon vor der Qualittsdiskussion wurden im Sozialbereich die eigenen Leistungen und vor allem die eingefhrten Neuerungen evaluiert. Damit wurden Konzepte der Programm-Evaluation der Politikwissenschaften aufgegriffen und weiterentwickelt. Insbesondere wurde zustzlich zur Fremdevaluation auch Selbstevaluation (Heiner, 1988) propagiert. Damit sind zentrale Forderungen des Total Quality Management (Alle Betriebsangehrigen sind EvaluatorInnen und Qualittsverantwortliche) im Sozialbereich eingefhrt worden, bevor dieser Begriff bekannt war.

Zur bertragung und Anwendung von Qualittskonzepten in den Sozialbereich gibt es schon eine ganze Reihe von Publikationen (z.B. Drabner, 1997, Meinhold 1998, Bobzin 1996 etc.). Ich beschrnke mich deshalb darauf die speziellen Fragen zu beleuchten, die sich fr den Adoptionsbereich stellen:

 

 

Spezifische Qualittsfragen im Bereich der Adoption


Das sprachlose Kind

Zum Zeitpunkt der Platzierung im Hinblick auf eine Adoption ist das Kind in der inlndischen Adoption typischerweise zwischen 0 und 6 Monaten bei der internationalen zwischen 1 Jahr und 5 Jahren alt. Es kann seine eigenen Interessen noch nicht formulieren und vertreten. Auch die Anhrung, die nach modernem Rechtsverstndnis dem Kind zukommt, greift zu kurz, weil es die Implikationen der Entscheidung noch nicht versteht. Die hauptbetroffene Person bei der Adoption hat also am wenigsten zu sagen. Sowohl zum Entscheid selbst wie auch zur Qualitt der Adoptionsvermittlung. Das Konzept des Kunden, der die Qualitt eines Gutes nach seinem Gebrauchswert definiert, ist hier also nicht anwendbar.

Es gibt drei Hilfskonstruktionen, die Qualitt der Adoption(-svermittlung) aus der Sicht des Kindes zu definieren:

a)       ber die Vormundin, als seine gesetzliche Vertreterin. Leider nicht ohne Gefahr, dass sich die vermuteten Interessen des Kindes mit den realen eigenen Interessen und den ffentlichen Interessen des Gemeinwesens vermengen und darin untergehen.

b)       ber Kinderhilfswerke und Kinderrechtsorganisationen, die aber nur generelle Qualittsanforderungen postulieren und im Einzelfall kaum interventieren knnen.

c)       ber den Kinderanwalt; eine Funktion, die in Deutschland eingefhrt wurde, um die Interessen des Kindes vor allem in Scheidungsprozessen und Pflegeschaftshndel zu wahren. Analog auch zum Institut der Prozessbeistandschaft im Scheidungsverfahren in der Schweiz.

 

Die Familie als Leistungstrger

Hauptleistungstrger bei einer Adoption ist das Paar, die Familie, die ein elternloses Kind bei sich aufnimmt. Sowohl quantitativ wie qualitativ wird in der Familie der wichtigste Anteil an der Gesamtleistung Adoption erbracht. Die Adoptiveltern verstehen ihre Aufgabe nicht als eine berufliche, sondern als eine private. Sie sind sich zwar bewusst, dass sie dem Kind gegenber eine Leistung erbringen, ebenso sehr ist aber die Adoption eine Erfllung ihrer persnlichen Wnsche und Hoffnungen. Ist es nun legitim, in diesem privaten Kontext von Qualitt zu sprechen, diese zu berprfen, einzufordern und frdern zu wollen? Besteht fr die Adoptiveltern eine besondere Verantwortlichkeit gegenber der Gesellschaft, die ihr ein Kind anvertraut hat, die ber die Verantwortung der Eltern hinausgeht?

An welchen Indikatoren, Kriterien und Standards kann die Qualitt von Erziehung und Betreuung gemessen werden? Knnen es mehr sein, als die Minimalstandards des Kindesrechts? Welche gesellschaftliche Instanz ist legitimiert diese Qualittsstandards zu definieren?

 

Die lange Prozessdauer

Die zeitliche Dauer der Wirkung der Adoption whrt lebenslang. Qualittsberlegungen mssen das bercksichtigen. Der Prozess ist nicht mit der erfolgreichen Platzierung abgeschlossen oder mit dem Adoptionsentscheid. Wesentliche Qualitten der Adoption sind auch spter noch, z.B. in der Pubertt, bei der Grndung der eigenen Familie und bei der Suche nach leiblichen Angehrigen zu definieren und zu pflegen. Mit dieser langen Zeitdauer wird auch der Regelkreis relativ trge: Qualittsmngel wirken sich unter Umstnden erst 20 Jahre spter aus: z.B. lckenhafte Informationen ber die leibliche Mutter, die einen erwachsenen Adoptierten bei der Suche nach ihr behindern.

Ein anderer Aspekt der langen Prozessdauer ist der Wandel gesellschaftlicher Wertvorstellungen im Verlaufe des Prozesses. Die heutigen Vorstellungen ber die gute Qualitt einer Adoption mgen in 20 oder 30 Jahren sich nicht nur als veraltet sondern als vllig falsch erweisen. Vor dreissig oder vierzig Jahren war die Adoptivfamilie, die sich in nichts von einer biologischen Familie unterscheidet, die allgemein akzeptierte Zielvorstellung. Erwachsene Adoptierte, die in dieser Zeit aufgewachsen sind leiden heute noch unter Identittsproblemen und unter dem, was sie als Lebenslge bezeichnen.

Fr die Qualittsdiskussion bedeutet dies, dass punktuelle Qualittsbeurteilungen oder Beurteilungen einzelner Zeitabschnitte nur ein Teil der Wahrheit sein knnen, ebenso wichtig ist die Beurteilung langfristiger Verlufe. Damit sind methodische Schwierigkeiten verbunden: Beteiligte Berufspersonen verlassen ihre Stelle und werden abgelst, Institutionen lsen sich auf und gruppieren sich um, Gesetze werden revidiert, die Forschung liefert neue Erkenntnisse und gesellschaftliche Werte und Normen ndern sich. Das heisst, dass retrospektive Erkenntnisse ber z.B. das Vermittlungsverfahren vor zwanzig Jahren, die heute gewonnen werden, nur noch beschrnkt relevant sind. Und dass andererseits die langfristigen Wirkungen einer vermehrten ffnung der Adoption erst in 10 bis 15 Jahren beurteilt werden knnen.

 

Komplexe Leistungserbringung

Bei einer Adoption wirken neben den Hauptbeteiligten, der leiblichen Mutter, dem Adoptierten und den Adoptiveltern typischerweise 5 bis 7 soziale Institutionen und Behrden mit. Die Qualittsdiskussion darf sich deshalb nicht nur auf die innerbetrieblichen Strukturen und Ablufe beschrnken. Der Grundsatz Wenn alle ihre Sache gut machen, dann wird auch das Ganze gut greift zu kurz, weil er nicht bercksichtigt, dass die verschiedenen Institutionen sich an unterschiedlichen Vorstellungen ber das, was gut sei, orientieren. Unterschiedliche Ziele und Auftrge der Institutionen knnen dazu fhren, dass in ihrem Zusammenwirken ein Konfliktfeld entsteht, das den Hauptbeteiligten nicht nur nicht hilft, sondern schadet. Neben der betrieblichen Qualittsentwicklung muss also eine interprofessionelle und interinstitutionelle angestossen und gefrdert werden. Die Qualitt der Zusammenarbeit zwischen Angehrigen verschiedener Berufe und verschiedener Institutionen ist zentral fr die Qualitt der Gesamtleistung Adoption.

 

Interkulturalitt und Internationalitt

Adoptionen in der Schweiz, Stiefkinder- und Verwandtenadoptionen ausgenommen, sind heute mehrheitlich interkulturelle Adoptionen, dies gilt fr praktisch alle internationalen Adoptionen wie auch fr einen grossen Teil der innerstaatlichen Adoption. Da Qualittsvorstellungen im Sozialbereich sehr stark durch kulturelle Vorstellungen und Werte geprgt werden, muss diesem Umstand bei der Qualittsdiskussion Rechnung getragen werden. Ethische Vorstellungen der Herkunftskulturen und lnder mssen gleichberechtigt einbezogen, eine ethnozentrische Betrachtungsweise muss vermieden werden.

Mit der Interkulturalitt und der Internationalitt der Adoption stellt sich auch die Frage nach der kolonialistischen Ausbeutung des Armutsgeflles zwischen Herkunftslndern und der Schweiz durch Adoption. Hier berhren und berlappen sich die ethischen Fragestellungen der internationalen Adoption mit der Qualittsdiskussion. Gengt es, Minimalstandards fr das Prozedere festzulegen, ohne sich der Grundfrage zu stellen: Ist es legitim, die Not der Kinderlosigkeit in der Schweiz mit der Not der elternlosen Kinder in Drittweltlndern und Krisengebieten zu lindern? Das Haager Abkommen gibt eine eindeutige Antwort: Erst wenn fr das betreffende Kind im eigenen Land keine adquate Familie gefunden werden kann oder die institutionellen Voraussetzungen fr ausreichende medizinische und pdagogische Betreuung nicht vorhanden sind, darf ein Kind zur Adoption ins Ausland platziert werden. Der Standard wird also demnchst mit der Ratifizierung des Haager Abkommens gesetzt. Mit welchen Verfahren wird seine Einhaltung gesichert?

 

 

Anspruchsgruppen im Adoptionswesen

Qualitt ist keine absolute Grsse. Im industriellen Kontext wird die Qualitt durch den Kunden definiert, resp. nach neuerer Marketinglehre mit ihm vereinbart. Im Adoptionswesen macht, wie bereits ausgefhrt, der Kundenbegriff keinen Sinn, weil der Geldfluss in keiner Weise dem Leistungsfluss entspricht. Es ist menschenverachtend, das Ungleichgewicht zwischen Kinderlosigkeit und Kindernot als blosse Marktsituation zu verstehen. Und wenn schon, msste nicht nur von einem, sondern von mehreren Kunden gesprochen werden.

Wir sprechen deshalb im folgenden von Anspruchsgruppen, Gruppen von Betroffenen und Beteiligten, die aus ihrer Interessenlage, ihrer Werthaltung und ihren beruflichen und persnlichen Zielsetzungen Qualittsansprche an das Gesamtgeschehen Adoption stellen.

Diese Anspruchsgruppen sind sehr unterschiedlich organisiert, ihre Beteiligung am Adoptionsgeschehen reicht von intensiv zu marginal, Adoption ist in ihrer Berufs- und Lebenswelt ein hufiges bis seltenes Geschehen und ihre Qualittsansprche an die Adoption werden mit Vehemenz bis gar nicht vertreten. Die Tabelle im Anhang gibt eine bersicht ber die verschiedenen Anspruchsgruppen und versucht, sie mit einigen Stichworten zu charakterisieren.

 

 

Quellen fr Werte und Normen

Qualittsentwicklung, die nicht nur eine Institution umfassen, sondern, wegen der Komplexitt der Leistungserbringung, institutionsbergreifend und interprofessionel ausgestaltet werden soll, muss auf einem Konsens von Werten und Normen basieren, die von allen Akteuren im Feld anerkannt werden. Im folgenden wird versucht, ein Quellenverzeichnis fr diese Grundwerte zu erstellen. Dabei ergeben sich einige Schwierigkeiten:

a)       Die Werte und Normen variieren stark in ihrem Grad der Formalisierung, von den stark formalisierten Verfahrensvorschriften in der Gesetzgebung ber allgemeine Grundstze in der Menschenrechtserklrung und in Berufsethiken und informellen Werten und Normen, wie sie sich in gesellschaftlichen Einstellungen manifestieren.

b)       Sie unterscheiden sich ebenso stark in ihrem Gltigkeitsanspruch. Dieser reicht von weltweit (universelle Erklrung der Menschenrechte) ber internationale Abkommen zwischen einer begrenzten Zahl von Signatarstaaten, nationale Gesetzgebungen bis zu Berufsethiken, die nur fr die Angehrigen eines Berufes bindend sind.

c)       Ein weiterer Unterschied liegt in der Verbindlichkeit und Durchsetzbarkeit: Mit der hchsten Verbindlichkeit und Durchsetzbarkeit ausgestattet sind wohl die nationalen Gesetzgebungen, gefolgt von internationalen Abkommen und Berufsethiken Am wenigsten durchsetzbar sind, zumindest in pluralen, westlichen Gesellschaften, religise und gesellschaftliche Normen und Werte und die Erkenntnisse aus der Forschung.

d)       Und nicht zuletzt sind sie auch unterschiedlich relevant fr das Adoptionswesen. Relativ wenig Werte und Normen beziehen sich ausschliesslich auf die Adoption (Haager bereinkunft, Verordnung ber die Adoptionsvermittlung[2], Charta der KAVS[3] etc.), in andern Normenkatalogen ist die Adoption ein wichtiges Teilgebiet (ZGB[4], PAV[5]) und in der Mehrzahl der brigen Wertegrundlagen kommt Adoption zwar nicht explizit vor, aber es knnen daraus Wertorientierungen abgeleitet werden, die fr das Adoptionswesen relevant sind.

Der folgende Katalog erhebt keinen Anspruch auf Vollstndigkeit. Er soll die wichtigsten Quellen aufzeigen, aus denen die Qualittsdiskussion im Adoptionswesen Werte und Normen schpfen kann:

 

Quelle

Relevanz

UNO-Menschenrechtserklrung

l

UNO-Kinderrechtskonvention

lll

Haager bereinkunft Ha

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Schweizerische Bundesverfassung, spez. Art. 11 (Kindesschutz) und Art. 41 (Sozialziele)

 

Schweizerisches Zivilgesetzbuch ZGB

lll

nationale Gesetzgebungen der Herkunftslnder

lll

Pflegekinderverordnung PAV

lllll

Verordnung ber die Adoptionsvermittlung AdV

lllll

Beruftsethik Sozialarbeit[6]

ll

Berufsethik PsychologInnen

l

Berufsethik Psychotherapie

l

Berufsethik JuristInnen

l

Berufsethik Hebammen

ll

Berufsethik Neonatologie

ll

Berufsethik Mtterberatung

ll

Charta der Adoptionsvermittlungsstellen

lllll

Institutionelle Grundstze:                               Internationaler Sozialdienst

                                                                                   Terre des Hommes

                                                                                   Schweizerische Fachstelle fr Adoption[7]

lllll

lllll

lllll

Religise Wertvorstellungen und Normen:        Landeskirchen

                                                                                   Freikirchen

                                                                                   Islam

l

ll

lll

Kulturelle Wertvorstellungen und Normen:       Schweiz (mit regionalen Unterschieden)

                                                                                   Immigrantenkulturen

                                                                                   Kulturen der Herkuftslnder

llll

llll

llll

ffentliches Interesse (Ordre Public)

l

Forschung und Entwicklung

llll

 

Kulturelle Werte und Normen, das ffentliche Interesse und die aus Forschung und Entwicklung sich herauskristallisierenden Werte sind natrlich usserst unscharfe Kategorien. Dennoch sind sie usserst wirksam, oft werden gerade in diesem Bereich die umstrittenen Fragen diskutiert, bevor sie Eingang in die strker fomalisierten Normenkataloge finden. Beispiele dafr sind: Die obere Altersgrenze der Adoptionsbewerberinnen bei der Platzierung eines Neugeborenen, die Platzierung zur Adoption bei einem gleichgeschlechtlichen Paar, Prioritt der Platzierung bei kinderlosen Paaren, die offene Adoption etc.

 

 

Bestehende und potentielle Trger der Qualittsentwicklung im schweizerischen Adoptionswesen

Wie bereits dargelegt, greift die innerinstitutionelle Qualittsentwicklung fr den Bereich der Adoption zu kurz. Zwar besteht auch innerhalb einiger beteiligter Institutionen ein Nachholbedarf, aber ein institutionsbergreifender Ansatz muss ergnzend dazu verfolgt werden, wenn eine langfristig wirksame Verbesserung der Qualitt im Interesse der betroffenen Kinder und Erwachsenen erreicht werden soll. Glcklicherweise bestehen bereits einige Anstze zur interinstitutionellen Zusammenarbeit. Auf diesen Anstzen kann aufgebaut, sie knnen weiter entwickelt und ausgebaut werden.

 

Behrden

Das Bundesamt fr Justiz untersttzt die Kantone vor allem im Bereich der internationalen Adoption. Es fhrt die Adoptionsstatistik und ist federfhrend in der Vorarbeit fr die neue Gesetzgebung zur Einfhrung des Haager Abkommens.

Schweizerische Vertretungen im Ausland prfen die auslndischen Adoptionsunterlagen auf Echtheit und Legalitt. Sie haben damit eine wichtige Funktion bei der Bekmpfung des Kinderhandels und der Korruption bei internationalen Adoptionen.

Die Koordination zwischen den Kantonen liegt leider im Argen; lbliche Ausnahme ist die enge Zusammenarbeit zwischen den Jugendmtern der beiden bevlkerungsreichsten Deutschschweizer Kantonen Zrich und Bern.

Die Konferenz der kantonalen Vormundschaftsbehrden hat im letzten Jahr Empfehlungen zur Handhabung des Akteneinsichtsrechts von Adoptierten herausgegeben.

Unseres Wissens ist der Themenbereich Adoption bei der Konferenz der kantonalen Jugendamtsleiter nur ein marginales Thema.

ber die Koordination innerhalb der Kantone ist uns nur die Fachgruppe Adoption" der zrcherischen Jugendsekretariate bekannt, die unter anderem einen Kriterienkatalog fr den Sozialbericht erarbeitet hat.

 

Private Koordinationsanstze

In der Romandie besteht seit 1991 die Coordination Romande dAdoption CRA.[8] In ihr treffen sich alle am Adoptionsgeschehen beteiligten Institutionen; von den kantonalen Behrden ber die Adoptionsvermittlungsstellen bis zu den Adoptivelternvereinigungen. Sie ist deshalb fr die Romandie ein fast ideales Instrument der Qualittsentwicklung. Allerdings hat sie sich bis jetzt darauf beschrnkt, durch Diskussion und Erfahrungsaustausch zu einer verbesserten Qualitt beizutragen. Sie hat bewusst keine Minimalstandards gesetzt fr ihre Mitglieder, und durch eine Politik der Offenheit versucht, auch diejenigen Institutionen einzubinden, deren Praktiken im Fachbereich umstritten sind. 1997 hat die CRA eine Fachkonferenz fr den Fachbereich Adoption veranstaltet.

Im Laufe des Gesetzgebungsverfahrens zur Ratifikation der Haager bereinkunft durch die Schweiz haben sich die Adoptionsvermittlungsstellen in der Konferenz der Adoptionsvermittlungsstellen der Schweiz zusammengeschlossen. In einer Charta der Adoptionsvermittlung sind die Minimalkriterien definiert, denen eine Vermittlungsstelle gengen muss, um Mitglied zu werden. Der Vorstand bearbeitet Reklamationen und Beschwerden gegen seine Mitglieder, sucht eine gtliche Einigung und Verbesserungen in den Ablufen zu erzielen, kann aber auch Sanktionen bis zum Ausschluss der Mitgliederversammlung beantragen. Auch ein Modellvertrag, dem alle Vermittlungsvertrge der angeschlossenen Adoptionsvermittlungsstellen gengen mssen, trgt zur Qualittssicherung bei.

Der Service Social International ist die anerkannte Institution fr lnderbergreifende Sozialarbeit. Neben Kindesentfhrungen und Familienzusammenfhrungen, ist die internationale Adoption, und hier insbesondere die Bearbeitung von Problemfllen, ein Hauptttigkeitsgebiet. Das Generalsekretariat des Internationalen Sozialdienstes hat in Genf das Internationale Referenzzentrum fr den Schutz des Kindes in der Adoption geschaffen. Dieses Referenzzentrum richtet sich an Fachinstitutionen, die in ihrer Ttigkeit von den Rechten des Kindes tangiert sind. Es sammelt Informationen und leitet sie weiter, untersttzt Fachleute, analysiert Gesetzgebungen und publiziert seine Ergebnisse. Die letzte Publikation trgt den Titel: "Die Rechte des Kindes in der innerstaatlichen und internationalen Adoption - Ethische Grundstze - Leitlinien fr die Praxis."

Der Schweizer Zweig publiziert eine Broschre, in dem alle Adoptionsvermittlungsstellen nach einem einheitlichen Raster dargestellt sind. Sie dient als Arbeitsmittel fr Sozialdienste und zur Information von AdoptionsbewerberInnen, verzichtet aber auf eine qualitative Beurteilung der dargestellten Stellen. Die Schweizerische Fachstelle fr Adoption hat seit 1997 ber die inlndische Adoptionsvermittlung hinaus begonnen, Koordinationsaufgaben wahrzunehmen: Sie publiziert einen jhrlichen Kurskalender und ldt ein zum Erfahrungsaustausch und zur Koordination zwischen Kursverantwortlichen in der Deutschschweiz. Im engeren Bereich der Qualittssicherung hat sie einen berufsethischen Kodex der Adoptionsvermittlung verabschiedet, zunchst fr ihre eigene Ttigkeit, darber hinaus aber auch gedacht als Diskussionsgrundlage fr eine breiter abgesttzte Berufsethik der Adoption. AdoptionsinteressentInnen sind die Adressaten einer Checkliste fr die Auswahl einer serisen Adoptionsvermittlungsstelle. Damit soll vor allem dem Bedrfnis der InteressentInnen Rechnung getragen werden, die sich fr eine internationale Adoption interessieren und durch die Nachrichten von Korruption und Kinderhandel verunsichert sind.

Eine sehr interessante Initiative fr Qualittsentwicklung ist leider durch den Tod der Initiantin gefhrdet, bevor sie richtig Fuss fassen konnte. Francine Gisler, eine Mitarbeiterin des Mouvement Enfance et Foyers, hat ein Konzept fr die Ausbildung von AdoptionsvermittlerInnen entwickelt. Die Trgerinstitution Label`Adopt stand vor der Grndung als die Initiantin 1999 verstarb. Die Weiterfhrung des Projekts ist nun gefhrdet.

Das Marie Meierhofer-Institut fr das Kind hat sich mit Gutachten und Beratungen von Behrden und Fachleuten in schwierigen Adoptionsfllen im Grossraum Zrich einen Namen gemacht. Es ist, zusammen mit der Stiftung Kinderdorf Pestalozzi, Herausgeberin einer Informationsbroschre fr Paare, die sich fr eine Internationale Adoption interessieren und hat in der Reihe ... und Kinder einen Band zu Adoptionsfragen publiziert.

 

 

Perspektiven der Qualittsdiskussion im Adoptionswesen

Einige hoffnungsvolle Anstze fr die Qualittsentwicklung im Adoptionswesen sind also vorhanden. Der Fachkongress Qualittsentwicklung im Adoptions- und Pflegekinderwesen vom 1. bis 4. November 2000 soll den teilnehmenden Fachleuten eine bersicht ber diese Anstze geben, Impulse aus der auslndischen Praxis und aus der Forschung aufnehmen und die weitere Entwicklung befruchten. Die veranstaltenden Institutionen, die Schweizerische Fachstelle fr Adoption, die Schweizerische Fachstelle fr das Pflegekinderwesen, die Stiftung Kinderdorf Pestalozzi SKIP und der Service Social International SSI haben die erklrte Absicht mit dem Kongress eine nachhaltige Wirkung zu erzielen. Sie setzen sich dafr ein, dass eine verbindliche berufsethische Plattform fr alle beteiligten Berufe verabschiedet werden kann und dass Massnahmen beschlossen werden, die geeignet sind, qualitative Minimalsstandards zu sichern und die Qualitt der Gesamtleistung Adoption periodisch zu evaluieren und weiter zu entwickeln.

Wie das im Einzelnen geschehen soll, wird Ergebnis des Fachkongresses und der Diskussionen im seinem Vorfeld sein. Hier seien lediglich exemplarisch einige mgliche Entwicklungslinien skizziert:

 

Qualittssicherung

Der wichtigste Beitrag zur Qualittssicherung im Adoptionswesen ist sicher das Einfhrungsgesetz zum Haager bereinkommen. Knackpunkte der Umsetzung sind die kantonalen Strukturen und Verfahren. Wird es den kleinen und mittleren Kantonen gelingen, ihre Ressourcen so auszubauen oder zu bndeln, dass die durch das Haager Abkommen beabsichtigte Qualittssteigerung auch in der Praxis realisiert werden kann?

Mit dem Einfhrungsgesetz zum Haager Abkommen besteht eine gnstige Gelegenheit, die heute zahnlosen Bestimmungen der Pflegekinderverordnung und der Verordung ber die Adoptionsvermittlung unter dem Aspekt der Qualittssicherung griffiger zu gestalten. Das macht allerdings nur einen Sinn, wenn die Zustndigkeiten und Verwaltungsstrukturen so angepasst werden, dass die Bestimmungen der Verordung auch tatschlich berwacht werden knnen.

Die freiwillige Selbstkontrolle unter den Adoptionsvermittlungsstellen hat im Rahmen der KAVS gut begonnen, sie ist ausbaufhig und verdient behrdliche Anerkennung.

Im Bereich des Vormundschaftswesens gibt es, ausser den gesetzlichen Bestimmungen, noch keine allgemein akzeptierten Standards fr das Adoptionsverfahren. Hier wre ein weites Feld fr knftige Entwicklungen.

hnliches gilt auch fr den Sozialbericht, der enqute sociale des Haager bereinkommens. Ein von allen Beteiligten akzeptierter inhaltlicher Raster, gemeinsame Beurteilungskriterien aber auch Minimalstandards des Vorgehens wren ein sinnvoller nchster Schritt.

 

Qualittsevaluation

Normen der Qualittssicherung machen nur Sinn, wenn sie auch evaluiert werden. Die Evaluation im Adoptionsbereich stsst leider auf einige Schwierigkeiten:

         Im Gesamtauftrag der meisten ffentlichen und privaten Institutionen und Fachleute ist Adoption nur ein marginales Thema. Adoptionsspezifische Evaluation hat deshalb oft keine Prioritt.

         Die Schweiz ist ein sehr kleines Einzugsgebiet fr adoptionsspezifische Praxisforschung. der Themenbereich Adoption wird an den Universitten nicht regelmssig beforscht.

         Die Komplexitt der Leistungserbringung hat auch zur Folge, dass Evaluationsprojekte sehr komplex werden, wenn sie aussagekrftig sein sollen.

         Die lange Prozessdauer macht Lngsschnittuntersuchungen sehr aufwendig.

         Die privaten Institutionen im Adoptionsbereich sind sehr klein und haben weder die personelle Kapazitt noch ausreichend Erfahrung fr Evaluationsprojekte.

         Die Familie ist der wichtigste Leistungstrger der Adoption. Sie ist nach vollzogener Adoption nicht in eine institutionelle Verantwortlichkeit eingebunden, ihre Teilnahme an Evaluationsprojekten wird immer freiwillig sein.

Trotz all dieser erschwerenden Umstnde soll das Mgliche getan werden. Die Bndelung der zur Zeit sehr dispersen Krfte soll dazu beitragen, dass mehr als heute mglich wird.

Die von Donabedian (1982) entwickelten Dimension der Qualitt: Strukturqualitt, Prozessqualitt und Ergebnisqualitt ergeben auch fr die Qualittsevaluation im Adoptionsbereich einen sinnvollen Raster:

Strukturqualitt frgt nach der qualitativen und quantitativen Ausstattung der Institutionen und ihrer institutionellen Vernetzung.

Prozessqualitt meint das Vorgehen bei der Information und Evaluation der AdoptionsbewerberInnen, der Beratung der leiblichen Eltern, dem Matching, der Ausgestaltung des bergangs, dem behrdlichen Adoptionsverfahren, der Ausgestaltung der offenen und halboffenen Adoptionen, der Nachbetreuung der Adoptivfamilien, der Erziehung und Betreuung der Adoptivkinder in den Adoptivfamilien und der Suche nach den leiblichen Angehrigen.

Ergebnisqualitt beschreibt die Lebenstchtigkeit von Adoptierten, ihr Selbstbild, ihre schulische und berufliche Performanz, ihre Beziehungsfhigkeit und ihre Fhigkeit, die eigene, ungewhnliche Lebensgeschichte zu verstehen und zu akzeptieren.

Indikatoren, Kriterien und Standards fr alle diese Dimensionen bestehen noch kaum und die rechtlichen der Pflegekinderverordnung (PAVO) und der Verordnung ber die Adoptionsvermittlung (AVO) sind leider nicht sehr aussagekrftig.

 

Qualittsentwicklung

Qualittsentwicklung meint alle Massnahmen, die geeignet sind die Qualitt der Leistungen weiter zu entwickeln, sie basiert auf der Grundannahme der lernenden Organisation und des nie abgeschlossenen Entwicklungsprozesses. Hier steht nicht die Erfllung von Standards im Vordergrund sondern die konstante Anpassung der Strukturen und Ablufe an neue Erkenntnisse und an die sich stetig verndernden Anforderungen im gesellschaftlichen Umfeld. Dies muss sowohl innerhalb einer Institution gelten, wie auch fr die institutionsbergreifende Zusammenarbeit. Beispiele fr solche Qualittsentwicklungsmassnahmen sind die Supervision, die institutionsbergreifende Weiterbildung, die Umsetzung von Forschungsergebnissen in die Verfahren der Praxis, verbesserte Information und Vorbereitung der AdoptionsbewerberInnen, aber auch ffentlichkeitsarbeit, ausgerichtet auf eine akzeptierendere Haltung gegenber leiblichen Mttern, die ihr Kind zur Adoption freigegeben haben.

 

Institutionelle Perspektiven

Ergnzend zur Entwicklung von Kriterien und Standards der Qualittssicherung, zur Evaluation der Qualitt im Adoptionsbereich und zu den vielfltigen Massnahmen der Qualittsentwicklung sind institutionelle Vorkehrungen ntig, um diese Bemhungen in diesem heterogenen und unbersichtlichen Feld zu koordinieren. In Ergnzung zu den bereits bestehenden Trgern der Qualittssicherung und Qualittsentwicklung sollen drei weitere zur Diskussion gestellt werden:

 

Eidgenssische Fachkommission fr Adoptionsfragen

Die Ratifizierung des Haager Abkommens ist eine gnstige Gelegenheit, eine eidgenssische Fachkommission fr Adoptionfragen einzusetzen. In ihr mssten der Bund, die Kantone, die Adoptionsvermittlungsstellen, die Interessenvertretungen der Adoptierten, der Adoptiveltern und der leiblichen Eltern, Forschung und Wissenschaft vertreten sein. Ihre Zusammensetzung sollte auch alle an der Adoption beteiligten Berufsfelder reprsentieren: Recht, Sozialarbeit, Kinder- und Jugendpsychologie, Psychotherapie, Geburtshilfe und Neonatologie. Diese Kommission dient einerseits als Konsultationsorgan fr die Bundesbehrden, ergreift aber auch selbst Initiativen fr die Qualittsentwicklung in ihrem Arbeitsfeld.

 

Interkantonale Fachstelle(n) fr Adoption

Ein wesentliches Hindernis fr die Qualittssicherung und Qualittsentwicklung im Adoptionswesen sind die Kleinrumigkeit der schweizerischen Verhltnisse und der Fderalismus. Die mittleren und kleineren Kantone knnen die komplexen Aufgaben im Adoptionswesen nur schlecht wahrnehmen, weil sie in den Gemeinden und auf kantonaler Ebene teilweise nicht ber die ntige professionelle Infrastruktur verfgen und weil dort wo sie vorhanden ist, wegen der geringen Bevlkerungszahl des Einzugsgebiets Adoptionsfragen zu wenig hufig vorkommen. Unter diesen Voraussetzungen kann sich zu wenig Erfahrung beim zustndigen Personal akkumulieren und die Fort- und Weiterbildung lohnt sich fr diese selten vorkommenden Aufgaben nicht.

Ein Ausweg aus diesem Dilemma wren interkantonale Fachstellen fr Adoptionsfragen, die alle anfallenden fachlichen Aufgaben fr die angeschlossenen Kantone erledigten. Strukturell sind verschiedene Lsungen denkbar: Integration in eine kantonale Verwaltung mit vertraglicher Beteiligung der angeschlossenen Kantone oder in Form einer privaten Institution mit Leistungsauftrgen mehrerer kleiner und mittlerer Kantone. Die kantonalen Zustndigkeiten mssten nicht angetastet werden, weil lediglich die Fachaufgaben delegiert wrden, die hoheitlichen Aufgaben verblieben bei den Kantonen.

 

Fachkonferenzen

Fachkonferenzen sind wichtige Anlsse fr die Qualittsentwicklung. Sie geben den beteiligten Fachleuten Gelegenheit Erfahrungen auszutauschen, sich ber wegweisende Projekte in anderen Institutionen zu informieren und Ergebnisse der Forschung in ihre Praxis zu bertragen. Sie sind speziell geeignet die Qualitt der Zusammenarbeit zwischen Institutionen und Berufsgruppen zu frdern. Eine kontinuierliche Serie von Fachkonferenzen in zwei- oder dreijhrigem Abstand wrde sehr zur Nachhaltigkeit der Qualittsentwicklung im Fachbereich beitragen und die Gefahr mindern, dass solche Anlsse als Strohfeuer verpuffen. Die Fachkonferenz von 1997 in Fribourg, veranstaltet von der Coordination Romande dAdoption CRA und der Fachkongress vom November 2000 in Zrich sind vielversprechende Anfnge. Die Kontinuitt ist aber noch nicht gewhrleistet. Die offizielle Anerkennung und Frderung solcher Anlsse durch den Bund, auf der Grundlage des Einfhrungsgesetzes der Haager bereinkunft knnte einiges dazu beitragen, dass diese Initiativen nicht wieder versanden.

Mrz 2000, Peter Keimer, Schweizerische Fachstelle fr Adoption

diskutiert, bereinigt und verabschiedet an der Sitzung vom 9. Mai 2000
der Fachkommission der Schweizerischen Fachstelle fr Adoption

 


Anhang 1

Anspruchsgruppen, ihre Organisationen und ihre Interessen

 

Anspruchsgruppe

Organisation

Artikulation von Interessen und Qualittsvorstellungen

Leistungsempfnger

leibliche Eltern

alle diese direkt Beteiligten sind nicht organisiert

 

freigegebene Kinder

 

jugendliche und erwachsene Adoptierte

 

AdoptionsbewerberInnen

 

Adoptiveltern

s. Interessenvertretungen

Erfahrungsaustausch

Leistungserbringer

Beratungsstellen fr werdende Mtter

in grsseren Zentren

nicht organisiert (?)

Adoption ist marginales Thema

unbekannt

Mtterheime

ca. 3 bis 4 in der Deutschschweiz

nicht organisiert (?)

unbekannt

Adoptionsvermittlungsstellen

organisiert in der KAVS

Adoption ist zentral

Charta der Adoptionsvermittlung

ffentliche Sozialdienste

organisiert in der SKOS

Adoption ist marginal

unbekannt

Internationaler Sozialdienst

Service Social International

Adoption ist wichtig

Positionspapiere zu Adoption vorhanden

Vormundschaftsbehrden

Konferenz kantonaler Vormundschaftsbehrden

Adoption ist marginal

unbekannt

Pflegekinderaufsichten

kantonal teilweise, eidgenssisch nicht organisiert

Laien und SozialarbeiterInnen

Adoption ist selten

unbekannt

Jugendsekretariate

regionale polyvalente Sozialdienste

kantonal organisiert

professionelle Strukturen

unbekannt

Frauenspitler, Neonatologie

?

?

Fertilittsberatungsstellen

?

?

 

Berufsgruppen

KursanbieterInnen

nicht organisiert

beginnende Vernetzung

?

Privatvormunde

nicht organisiert (in grsseren Stdten gemeinsame Fortbildung)

Laien

unbekannt

Amtsvormunde

Vereinigung der schweizerischen Amtsvormunde

Adoption ist marginal

vor allem mit der zeitlichen Perspektive: Adoptivpflegezeit

SozialarbeiterInnen

Berufsverband fr Soziale Arbeit

Adoption ist marginal

Berufsethik

Adoption ist marginal

PsychologInnen

Fderation Schweizer PsychologInnen FSP

Verband Schweizer Psychotherapeuten SPV

Schweiz. Berufsverband fr Angewandte Psychologie SBAP

Adoption ist marginal

Berufsethiken

Adoption ist marginal

JuristInnen

Schweizerischer Juristenverein

Demokratische JuristInnen Schweiz

Berufsethik

Adoption ist marginal

ErziehungsberaterInnen

Verband der Schulpsychologinnen

?

PsychotherapeutInnen

Verband Schweizer Psychotherapeuten SPV

Adoption ist marginal

Berufsethik

Adoption ist marginal

ErwachsenenbildnerInnen

SAEB

?

ElternbildnerInnen

Verband fr Elternbildung

 

Hebammen

Schweizerischer Hebammenverband

?

Interessenvertretungen

GynkologInnen und GeburtshelferInnen

FMH

Verband Geburt + Familie

?

Vereinigungen leiblicher Eltern

in der Schweiz nicht organisiert

in D: Rabenmtter e.V.

unbekannt

D: beginnende Interessenvertretung

Kinder- und Menschenrechts-organisationen

Kinderschutzbund CH

UNICEF

lokale Kinderschutzorganisationen in den Herkunftslndern

 

Kinderhilfswerke

Terre des hommes

Pro Juventute

Stiftung Kinderdorf Pestalozzi

klarer Positionsbezug zu Adoption

?

Skepsis gegenber int. Adoption

Vereinigung Adoptierter

Organisation (IGADO) aufgelst, einzelne Gruppen bestehen noch

Hauptthema frher: Zugang zu Adoptionsakten

Adoptiveltern-vereinigungen

einige Adoptivelternvereinigungen bestehen (VSPMBAKVR, SAEV u.a.)

Erfahrungsaustausch zu Erziehungsfragen steht im Vordergrund

AdoptionsbewerberInnen

nicht organisiert

fast ausschliesslich auf das Ziel Platzierung ausgerichtet


 

innerstaatliche ffentlichkeit

Verwaltung

25 kantonale Verwaltungen

Adoption marginal in den meisten Kantonen

1 Bundesverwaltung

Kantone: uneinheitliche und unklar Praxis

Gesetzgebung

eidg. Parlament

Bundesrat

s. ZGB-Revision Kindesrecht[9]

s. IGADO-Petition[10]

s. BG HA[11]

Medien

Adoption meist marginal

Interesse an Human Interest Stories

internationale ffentlichkeit

Internationale Organisationen

UNO

Europarat

Haager Bro

Kinderrechte[12]

Menschenrechtskonvention EMRK[13]

Haager bereinkommen[14]

Internationale Fachffentlichkeit

keine int. Organisation (?)

Kongresse, Fachzeitschriften

 

Internet

per se nicht organisiert

Wildwuchs speziell auf amerikanischen websites

 


Literatur Qualittsentwicklung und -sicherung

Schwerpunkt: sozialpdagogische Arbeit mit Kindern und Jugendlichen

 

(1995 1999, deutschsprachige Literatur)

Bnisch, D. u.a. (1995): Vorschlag zur Selbstevaluation - Erste Schritte zur Umsetzung der Positionen des Jugendpolitischen Forums 1994, in: Forum fr Kinder- und Jugendarbeit 4/95, S. 5-10.

Bauer, R., Hansen, E. (1998): Deutscher Qualittsverschnitt, in: Sozial Extra 3/98, S. 2-4.

Belardi, N. (1996): Supervision: eine Einfhrung fr soziale Berufe. Freiburg im Breisgau: Lambertus

Bobzin, M., Stark, W., Straus, F. (1996): Qualittsmanagment. Sandmann, Aling

Bruhn, M. (1997): Qualittsmanagement fr Dienstleistungen - Grundlagen, Konzepte, Methoden, 2. Aufl., Berlin.

Bruhn, M., Stauss, B. (Hg.) (1995): Dienstleistungsqualitt - Konzepte, Methoden, Erfahrungen, 2. Aufl., Wiesbaden.

Buck, G. (1995): Qualitt ist etwas, was etwas umschreibt, das man schon nicht mehr hren kann, in: Sozialpdagogik - Zeitschrift fr Mitarbeiter 1995, S. 283-284.

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Bundesministerium fr Familie, Senioren, Frauen und Jugend (BMFSFJ) (1996): Bundesinitiative Qualittssicherung in der Kinder- und Jugendhilfe, Reihe Materialien zur Qualittssicherung in der Kinder- und Jugendhilfe, Band 2, Bonn.

Bundesministerium fr Familie, Senioren, Frauen und Jugend (BMFSFJ) (1996): Qualittsentwicklung und Qualittssicherung in der Jugendverbandsarbeit - Bedarf und Anforderungen an Konzepte des Controlling und der Selbstevaluation, Reihe Materialien zur Qualittssicherung in der Kinder- und Jugendhilfe, Band 3, Bonn.

Bundesministerium fr Familie, Senioren, Frauen und Jugend (BMFSFJ) (1996): Qualittsmanagement in der Jugendsozialarbeit, Reihe Materialien zur Qualittssicherung in der Kinder- und Jugendhilfe, Band 4, Bonn.

Bundesministerium fr Familie, Senioren, Frauen und Jugend (BMFSFJ) (1996): Qualittssicherung in der Kinder-, Jugend- und Familienhilfe im Deutschen Roten Kreuz, Reihe Materialien zur Qualittssicherung in der Kinder- und Jugendhilfe, Band 5, Bonn.

Bundesministerium fr Familie, Senioren, Frauen und Jugend (BMFSFJ) (1996): Qualittsstandards in der Jugendsozialarbeit Reihe Materialien zur Qualittssicherung in der Kinder- und Jugendhilfe, Band 6, Bonn.

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Bundesministerium fr Familie, Senioren, Frauen und Jugend (BMFSFJ) (1996): Ehrenamtliche Ttigkeit und ihre Bedeutung fr unsere Gesellschaft, Reihe Materialien zur Qualittssicherung in der Kinder- und Jugendhilfe, Band 8, Bonn.

Bundesministerium fr Familie, Senioren, Frauen und Jugend (BMFSFJ) (1996): Qualittssicherungs-Info Nr.1 - Selbstevaluation in der Kinder- und Jugendhilfe - Weiterbildungs- und Forschungsprojekt der Universitten Tbingen und Kln.

Bundesministerium fr Familie, Senioren, Frauen und Jugend (BMFSFJ) (1997): Qualittsstandards in der auerschulischen Jugend- und Erwachsenenbildung, Reihe Materialien zur Qualittssicherung in der Kinder- und Jugendhilfe, Band 9, Bonn.

Bundesministerium fr Familie, Senioren, Frauen und Jugend (BMFSFJ) (1997): Qualittssicherung durch Zusammenarbeit, Reihe Materialien zur Qualittssicherung in der Kinder- und Jugendhilfe, Band 10, Bonn.

Bundesministerium fr Familie, Senioren, Frauen und Jugend (BMFSFJ) (1997):

Evaluation der sozialpdagogischen Praxis, Reihe Materialien zur Qualittssicherung in der Kinder- und Jugendhilfe, Band 11, Bonn.

Bundesministerium fr Familie, Senioren, Frauen und Jugend (BMFSFJ) (1997):

Qualitts-Controlling eines Trgers der internationalen Jugendarbeit, Reihe Materialien zur Qualittssicherung in der Kinder- und Jugendhilfe, Band 12, Bonn.

Bundesministerium fr Familie, Senioren, Frauen und Jugend (BMFSFJ) (1997):

Prozessorientierte Qualittssicherung in der politischen Bildung durch thematisch zentrierte Evaluation, Reihe Materialien zur Qualittssicherung in der Kinder- und Jugendhilfe, Band 13, Bonn.

Bundesministerium fr Familie, Senioren, Frauen und Jugend (BMFSFJ) (1998):

Qualitt fngt im Vorstand an. Qualittsentwicklung in der ehrenamtlichen Vorstandsarbeit. Reihe Materialien zur Qualittssicherung in der Kinder- und Jugendhilfe, Band 14, Bonn.

Bundesministerium fr Familie, Senioren, Frauen und Jugend (BMFSFJ) (1998):

Qualitt schaffen. Welches Know-how brauchen Freiwilligen-Agenturen?

Reihe Materialien zur Qualittssicherung in der Kinder- und Jugendhilfe, Band 15, Bonn.

Bundesministerium fr Familie, Senioren, Frauen und Jugend (BMFSFJ) (1998):

Ergebnisse des Qualittssicherungsprozesses im Jugendhaus Dsseldorf e.V. (Umsetzung der Vorstudie von Band 4). Reihe Materialien zur Qualittssicherung in der Kinder- und Jugendhilfe, Band 16, Bonn.

Bundesministerium fr Familie, Senioren, Frauen und Jugend (BMFSFJ) (1998):

Keine Qualitt ohne Qualifizierung. Qualifizierung ehrenamtlichen Engagements im Hessischen Jugendring. Reihe Materialien zur Qualittssicherung in der Kinder- und Jugendhilfe, Band 17, Bonn.

Bundesministerium fr Familie, Senioren, Frauen und Jugend (BMFSFJ) (1998):

Qualittsmanagement in der Caritas-Jugendhilfe GmbH Kln. Reihe Materialien zur Qualittssicherung in der Kinder- und Jugendhilfe, Band 18, Bonn.

Bundesministerium fr Familie, Senioren, Frauen und Jugend (BMFSFJ) (1998):

Leitfaden zur Selbstevaluierung und Qualittssicherung. Reihe Materialien zur Qualittssicherung in der Kinder- und Jugendhilfe, Band 19, Bonn.

Bundesministerium fr Familie, Senioren, Frauen und Jugend (BMFSFJ) (1998):

Qualittssicherung im Arbeitskreis deutscher Bildungssttten. Reihe Materialien zur Qualittssicherung in der Kinder- und Jugendhilfe, Band 20, Bonn.

Bundesministerium fr Familie, Senioren, Frauen und Jugend (BMFSFJ) (1998):

Ein Leitfaden zur Zielfindung und Zielklrung. Reihe Materialien zur Qualittssicherung in der Kinder- und Jugendhilfe, Band 21, Bonn.

Bundesministerium fr Familie, Senioren, Frauen und Jugend (BMFSFJ) (1998):

Qualittsprodukt Erziehungsberatung. Reihe Materialien zur Qualittssicherung in der Kinder- und Jugendhilfe, Band 22, Bonn.

Bundesministerium fr Familie, Senioren, Frauen und Jugend (BMFSFJ) (1999):

Qualittsprofile verbandlicher Jugendarbeit. Reihe Materialien zur Qualittssicherung in der Kinder- und Jugendhilfe, Band 23, Bonn.

Bundesministerium fr Familie, Senioren, Frauen und Jugend (BMFSFJ) (1999):

Selbstbewertung des Qualittsmanagements. Reihe Materialien zur Qualittssicherung in der Kinder- und Jugendhilfe, Band 24, Bonn.

Bundesministerium fr Familie, Senioren, Frauen und Jugend (BMFSFJ) (1999):

Zielorientierte Zusammenarbeit von Zuwendungsgebern und Zuwendungsnehmern. Reihe Materialien zur Qualittssicherung in der Kinder- und Jugendhilfe, Band 25, Bonn.

Bundesministerium fr Familie, Senioren, Frauen und Jugend (BMFSFJ) (1999):

Vom Leitbild zur kontinuierlichen Qualitt. Reihe Materialien zur Qualittssicherung in der Kinder- und Jugendhilfe, Band 26, Bonn.

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Schillo, J. (1996): Qualittsdebatte erreicht Jugendhilfe - Ein Tagungs- und Materialbericht, in: deutsche Jugend 3/96, S. 106-108.

Schreygg, A. (1992) Supervision - ein empirisches Modell. Lehrbuch zur Theorie und Praxis. Paderborn: Jungfermann

Schreygg, A. (1996) Zur empirischen Evaluation von Supervision. In: Heiner, M. (1996)

Spth, K. (1997): Qualitt im Alltag der Erziehungshilfe, in: Sozialpdagogik 2/97, S. 67-76.

Steinhoff, G. (1997): Praxisorientierte Qualittshandbcher fr die Sozialarbeit - von Sozialarbeitern geschrieben, in: Soziale Arbeit 8/97, S. 274-276.

Struck, N. (1997): Sozialrechtliche Qualittsbestimmungen und die Diskussion des Qualittsthemas in der Jugendhilfe, in: Zentralblatt fr Jugendrecht 5/97, S. 153-157.

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Widersprche (1996): Thema: Abgeschaut und mitgebaut? - Zum Einzug des Qualittsmanagements in die soziale Arbeit, Widersprche 9/96, Heft 61.

Wolff, R. (1995): Strategische Provokationen zum Qualittsmanagement in der Sozialarbeit, Teil 1 in: Forum fr Kinder und Jugendarbeit - Verbandskurier 3/95, S. 15-18, Teil 2 in 4/95.

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[1] DIN EN ISO 8402, 1995

[2] Verordnung ber die Adoptionsvermittlung, vom 28. Mrz 1973

[3] Konferenz der Adoptionsvermittlungsstellen der Schweiz KAVS: Charta der Vermittlungsstellen, vom 23. April 1999

[4] Schweizerisches Zivilgesetzbuch, vom 10. Dezember 1907

[5] Verordnung ber die Aufnahme von Pflegekindern, vom 19. Oktober 1977

[6] Berufskodex des Schweizerischen Berufsverbandes Soziale Arbeit SBS/ASPAS, vom 4. Juni 1999

[7] Schweizerische Fachstelle fr Adoption: Berufsethischer Kodex der Adoptionsvermittlung, vom 10. November 1999

[8] Coordination Romande Adoption, p.a. Service de la Jeunesse, Case Postale 3531, 1211 Genve 3

[9] vgl. Hegnauer, Cyril: Grundriss des Kindsrechts. Bern: Stmpfli 1999.

[10] Nationalrat, 18. Dezember 1987, Beratung des Berichts der Petitions- und Gewhrleistungskommission vom 4. September 1987 zur Petition der Interessengemeinschaft Adoptierter IGADO

[11] Bericht zum Haager bereinkommen vom 29. Mai 1993 ber den Schutz von Kindern und die Zusammenarbeit auf dem Gebiet der Internationalen Adoption sowie zum Vorentwurf eines Bundesgesetzes ber das Haager Adoptions-bereinkommen. Bern: Dezember 1996.

[12] UNO-Konvention ber die Rechte des Kindes, vom 20. November 1989

[13] Europische Konvention vom 4. November 1950 zum Schutz der Menschenrechte und Grundfreiheiten

[14] bereinkommen ber den Schutz von Kindern und die Zusammenarbeit auf dem Gebiet der internationalen Adoption vom 29. Mai 1993